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Zugang zum Recht braucht Innovation: ELSA zu Gast bei ALBUS LEGAL

25. März 2026 - Kanzlei
Im Januar 2026 durften wir uns über ganz besonderen Besuch in unserer Kanzlei in Göttingen freuen. Anlässlich der LXXVI. Generalversammlung, dem National Council Meeting, kamen mehr als 30 Funktionsträgerinnen und Funktionsträger von ELSA zu uns. Besonders gefreut hat uns, dass wir auch den Bundesvorstand von ELSA Germany 2025/26 begrüßen durften: Nadine Hirth, Emily Urbansky, Nathalie Ankenbrand und Florian Steinkamp. Der persönliche Austausch, die klugen Fragen und das große Interesse am Thema haben den Nachmittag für uns zu einer rundum gelungenen Veranstaltung gemacht.
Zugang zum Recht braucht Innovation: ELSA zu Gast bei ALBUS LEGAL

Legal Tech und KI im juristischen Alltag

Im Fokus stand die Frage, wie sich der Einsatz moderner Tools sinnvoll und verantwortungsbewusst in die juristische Arbeit integrieren lässt. Uns ist wichtig, nicht nur über Trends zu sprechen, sondern konkrete Anwendungsfälle zu zeigen, in denen digitale Werkzeuge bereits heute unterstützen können. Das betrifft insbesondere die Recherche, die Strukturierung komplexer Sachverhalte, die Aufbereitung von Unterlagen und die Organisation von Workflows. Gerade dort, wo Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt, bewertet und sauber dokumentiert werden müssen, kann Legal Tech spürbar entlasten und Prozesse effizienter machen.

Gleichzeitig haben wir betont, dass der Mehrwert nur dann entsteht, wenn man die Funktionsweise und Grenzen der Systeme versteht. Künstliche Intelligenz kann gute Ergebnisse liefern, sie kann aber ebenso überzeugend klingende Fehler produzieren. Wer KI Ergebnisse nutzt, muss daher immer prüfen, einordnen und methodisch sauber arbeiten. Genau diese Fähigkeit, nämlich die juristische Bewertung und Verantwortung, bleibt der Kern anwaltlicher Tätigkeit, unabhängig davon, wie leistungsfähig Tools werden.

Live Demo mit Beck Chat und Libra.ai

Damit es nicht abstrakt bleibt, haben wir in einer Live Demo Beck Chat und Libra.ai anhand eines Beispiels vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei haben wir die Systeme jeweils einmal mit und einmal ohne Datenbankanbindung genutzt. Dieser Vergleich war besonders aufschlussreich, weil er sehr greifbar zeigt, wie stark sich Qualität, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit der Ergebnisse verändern können, je nachdem, welche Quellen zugrunde liegen und wie die Aufgabe gestellt wird. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht allein das Tool entscheidend ist, sondern auch das Vorgehen, insbesondere die klare Aufgabenstellung, die saubere Eingrenzung und die kritische Nachbearbeitung.

Warum wir auch einen Fehlerfall zeigen

Zum Abschluss haben wir bewusst einen Fehlerfall reproduziert. Das war kein Selbstzweck, sondern ein zentraler Punkt des Vortrags: Wer KI verantwortungsvoll einsetzen will, muss nicht nur die Stärken kennen, sondern auch typische Schwachstellen. Der reproduzierte Fehlerfall hat sehr praxisnah gezeigt, an welchen Stellen KI derzeit besonders überzeugend wirkt und wo zugleich erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Genau hier ist die anwaltliche Prüfung unverzichtbar, sowohl inhaltlich als auch methodisch, damit Ergebnisse nicht nur schnell, sondern auch belastbar sind.

Danke für den Besuch!

Wir haben uns sehr gefreut, die Teilnehmenden des National Council Meeting bei uns begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für euren Besuch, die interessanten Gespräche, die klugen Fragen und die angenehme Atmosphäre. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

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